Krankheiten:

 

 

 

MDR 1:

Bei Hunderassen der Collie-Familie führt eine Deletion des Multi-Drug-Resistance-Genes 1 (MDR1-Gen) zu einer verminderten oder fehlenden Produktion des p-Glykoproteins, eines entscheidenden Membrantransporters der Blut-Hirn-Schranke. Dadurch ist bei Hunden mit besagtem Defekt mit einer Überempfindlichkeit auf gewisse Arzneimittel zu rechnen.

 

 

TNS:

TNS ist eine Erbkrankheit bei der das Knochenmark Neutrophile (weiße Blutkörperchen) produziert, aber nicht in der Lage ist diese an den Blutkreislauf abzugeben. Demzufolge haben betroffene Welpen ein geschwächtes Immunsystem und können Krankheitserreger nicht effektiv bekämpfen. Die Welpen zeigen eine Vielzahl von Symptomen, je nach Art der Infektion von der sie befallen sind. Ebenso variieren Beginn und Schweregrad der Erkrankung, die meisten Hunde werden jedoch nicht älter als vier Monate. In seltenen Fällen können jedoch Antibiotika- und Steroid-Therapien betroffenen Hunden ein nahezu beschwerdefreies Leben ermöglichen

 

 

CEA:

Die Collie Eye Anomaly (CEA) ist eine komplexe, das Auge betreffende Erbkrankheit, die von eine regionalen Hypoplasie der Choroidea, der hoch vaskularisierten Schicht des Auges, welche die Retina mit Blut und Nährstoffen versorgt, charakterisiert wird. Mitunter lassen sich auch gewundene Retinagefäße und mehrfache Faltungen der Retina beobachten. Die klinischen Symptome können stark zwischen betroffenen Hunden innerhalb einer Rasse, zwischen Elterntieren und Nachkommen sowie innerhalb eines Wurfes variieren. Keine medizinische Behandlung der Krankheit ist verfügbar.

 

CEA ist unter Hunden mit einer Häufigkeit von 65 bis 97 % bei Langhaar- und Kurzhaarcollies weit verbreitet, wobei die Häufigkeit bei Border Collies geringer ist. CEA tritt außerdem bei Hirtenhunden oder Rassen auf, die von klassischen Hirtenrassen abstammen.

 

Die Vererbung von CEA ist autosomal-rezessiv bei variabler Expression und Pleomorphismus (große Bandbreite in der klinischen Expression der Störung). Einige schwach bis moderat von CEA betroffene Hunde scheinen ihr gesamtes Leben lang ihre normalen Sehkraftfunktionen zu behalten. Schwer betroffene Individuen, besonders solche mit Kolobomen, können eine Retinaablösung entwickeln, die zur Erblindung führt. In diesen Fällen kann es zu subretinaler Neovaskularisierung und intraokularer Blutung kommen.

 

 

NCL:

Die Neuronale Zeroid-Lipofuszinose (NCL) bildet eine Gruppe rezessiv vererbter lysosomaler Speicherdefekte, die primär neuronale Zellen betreffen. Typische klinische Symptome dieser progressiven neurodegenerativen Krankheiten umfassen Verhaltensauffälligkeiten, Schlafprobleme, Intelligenzminderung, Demenz, Krampfanfällen, motorische Abnormalitäten wie Ataxie und/oder in vielen Fällen Sehprobleme, die zur Erblindung führen.

 

Auch wenn die Symptome von NCL bei Border Collies von Besitzern frühestens im Alter von 15 Monaten zu beobachten sind, können das Alter des Ausbruchs und der Schweregrad zwischen verschiedenen Individuen stark variieren. Wenn das Ausmaß der Neurodegeneration zunimmt, entwickelt alle betroffenen Hunde psychologische Auffälligkeiten und Ataxie. Der klinische Verlauf umfasst sich verstärkende Aufregungszustände und mögliche aggressive Ausbrüche, Halluzinationen (die sich als Fliegenschnappen zeigen), Hyperaktivität und epileptische Anfälle. Die meisten Tiere verlieren die Koordination über ihre alltäglichen Muskelaktivitäten wie beim Stubenreinmachen, Laufen und Fressen. In einigen Fällen tritt auch eine vollständige Erblindung ein. Durch die debiliterende Natur der Krankheit überleben unter NCL leidende Border Collies selten ein Alter von 28 Monaten.

 

 

 

Also bitte schaut wenn ihr einen Welpen kauft das die Elterntiere darauf getestet sind.

 

Jeder seriöse Züchter muss es belegen können das die Linie frei von den Krankheiten sind.

 

 

 

Quellen: Laboklin , Animalabs